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Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

     
Schlacht bei Tannenberg Grunwald Grünfeld 1410  
   
Motiv aus Bitwa pod Grunwaldem © Rozwadowski © Popiel  © Museum Histroii we Lwowie
In der Schlacht bei Tannenberg wurde am 15. Juli 1410 die Armee des Deutschritterordens von 
einer Armee aus Polen, Litauern, Russen und Tataren unter König Wladyslaw II. Jagiello von 
Polen und Großfürst Witold von Litauen vernichtend geschlagen. In der Schlacht fiel auch der 
Hochmeister des Ordens, Ulrich von Jungingen.Diese Schlacht wird von den Polen „Schlacht 
von Grunwald“ genannt und gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Nationalmythos Polens. Die
Schlacht bei Tannenberg gilt als die größte Schlacht eines mittelalterlichen Ritterheeres. Eine
zeitnahe Darstellung der Ereignisse ist in der „Banderia Prutenorum“ des polnischen Historikers
und Chronisten Johannes Longinus überliefert.
 
Motiv aus Bitwa pod Grunwaldem © Rozwadowski © Popiel  © Museum Histroii we Lwowie

 
 
Schlacht von Grunwald, Ulnowo, Tannenberg & Ludwigsdorf  
Im Raum Tannenberg bezogen die Truppen ihre Schlachtordnung. Die überlieferten Angaben über
die Stärke beider Heere weichen beträchtlich voneinander ab, sie reichen für das polnisch-litaui-
sche Heer von 16.000 bis 32.000, für das Ordensheer von 11.000 bis 27.000 Mann. Auf jeden Fall
aber war die polnisch-litauische Streitmacht samt den Truppen aus den russischen Gebieten dem
Ordensheer zahlenmäßig überlegen. Dazu hat auch beigetragen, dass der 30. Ordensmeister in 
Livland, Conrad von Vytinghove 1409 einen Sonderfrieden mit dem Großfürsten von Litauen ge-
schlossen hatte, sich an diesen Vertrag gebunden fühlte und dem Hochmeister des Ordens die
Gefolgschaft verwehrte.
König Wladyslaw II. Jagiello ordnete sein Heer in drei Linien. Am rechten Flügel standen die von 
Großfürst Witold von Litauen befehligten Litauer, Russen und Tartaren, am linken die Polen unter
dem Kommando von Jan Zyndram von Maszkowic († 1414) und Zbigniew Kazimierz von Goblinic, 
die Frontlinie war fast 3 Kilometer lang und die Heere standen sich zwischen den Dörfern Grunwald, 
Tannenberg, Ludwigsdorf und Ulnowo gegenüber.
 
Motiv aus Bitwa pod Grunwaldem © Rozwadowski © Popiel  © Museum Histroii we Lwowie
 
Das Ordensheer stand ursprünglich gleichfalls in drei Linien, als aber der Hochmeister Ulrich von 
Jungingen die lange Front der Polen-Litauer sah, gruppierte er die drei Linien in zwei Linien um und
verbreiterte damit die Aufstellung seines Heeres, um nicht vom Gegner umgangen zu werden. Auf 
beiden Seiten waren die Reiter in Fähnlein gegliedert, das Fußvolk blieb bei den Lagern zurück. 
Vor den Fähnlein der Ordensritter stand die Artillerie: einfache Rohre, die schwere Steinkugeln 
verschossen.
Die Schlacht begann am 15. Juli 1410 um die Mittagszeit. Zuvor hatte der Hochmeister des Ritteror-
dens Ulrich von Jungingen dem polnischen König Wladyslaw II. Jagiello zwei Schwerter überbringen 
lassen und damit nach einem traditionellen Ritual die Schlacht angekündigt.
 
 
Motiv aus Bitwa pod Grunwaldem © Rozwadowski © Popiel  © Museum Histroii we Lwowie
 
Die Artillerie des Ritterordens eröffnete den Kampf. Die Wirkung blieb gering, da durch einen Regen-
schauer das Schwarzpulver nass wurde. Die Tartaren unter dem Befehl von Großfürst Witold von
Litauen stürmten gegen den linken Flügel des Ordensheeres vor. Die Ordensritter konterten darauf-
hin und drängten die Tartaren wie die litauischen Fähnlein zurück, die nur mit Lederkollern bekleidet 
waren. Die Tartaren ergriffen zuerst die Flucht, dann gingen die Reihen der Bessarabier und die 
Wallachen auseinander und die litauische Linie war in der Schlacht nicht mehr zu halten.
Die Niederlage am rechten Flügel des polnisch-litauischen Heeres verursachte eine gefährliche Situation.
Die Fähnlein des Ordensheeres stürmten gegen die polnischen Ritter und ihre Mitstreiter an. Die 
deutschen Fähnlein kamen von der Verfolgung der Tartaren zurück zum Schlachtfeld und bedrohten
die Flanke des polnischen Heeres. Das polnisch-litauische Heer beorderte die Fähnlein aus der 
zweiten und dritten Linie heran und führte sie in den Kampf, während die Ordensritter ihre Reserve
bei Grunwald mobilisierte.
 
Motiv aus Bitwa pod Grunwaldem © Rozwadowski © Popiel  © Museum Histroii we Lwowie
 
Am späten Nachmittag des 15. Juli 1410 begann sich die Ordnung des deutschen Ritterheeres aufzu-
lösen, nachdem der Hochmeister Ulrich von Jungingen in der Schlacht gefallen war. Ohne Führung 
verließen viele Ritter das Schlachtfeld fluchtartig. Die Polen und Litauer stürmten das Lager der 
Ordensritter bei Grunwald. Auf beiden Seiten hatte die Schlacht viele Opfer gekostet. Genaue Zahlen
sind nicht bekannt. Zeitgenössische Quellen sprechen von 50.000 bis 100.000 Toten, Verwundeten 
und Gefangenen, aber solche Angaben sind Übertreibungen.
 
Motiv aus Bitwa pod Grunwaldem © Rozwadowski © Popiel  © Museum Histroii we Lwowie
 
Johannes Longinus schrieb: Die feindlichen Lager mit großen Vorräten und Reichtümern, die Wagen 
und der gesamte Tross des Großmeisters und der preußischen Ritterschaft fielen in die Hände der 
polnischen Soldaten. Man fand im Lager der Kreuzritter einige Wagen, die nur mit Ketten und Ban-
den beladen waren. Ihres Sieges gewiss und nicht Gott um diesen bittend, mehr mit dem künftigen
Triumph als mit der Schlacht beschäftigt, hatten sie diese für die Fesselung der Polen vorbereitet. 
 
 
Motiv aus der „Schlacht bei Tannenberg“, Gemälde von Wojciech Kossak, 1931 © 
Es gab auch andere Wagen voll mit Kienholz, auch mit Talg und Pech getränktem Werg, mit dem
sie die geschlagenen und fliehenden Polen vor sich her jagen wollten. Zu früh freuten sie sich ihres
Sieges, stolz auf sich selbst vertrauend und nicht bedenkend, dass der Sieg in Gottes Hand lag. So
hat Gott ihren Hochmut gerecht bestraft, denn die Polen banden sie mit eben diesen Eisen und Fes-
seln. Diese Ketten und Bande, die die Kreuzritter für sich selbst geschmiedet hatten, waren ein er-
schütterndes Beispiel für die Unbeständigkeit der menschlichen Dinge, ebenso die Wagen und das
feindliche Lager mit ihren großen Reichtümern, die von den polnischen Rittern innerhalb einer Vier-
telstunde verwüstet wurden, so dass nicht die geringste Spur von ihnen blieb.
 
 Motiv aus der Schlacht bei Tannenberg“ (1878) Nationalmuseum Warschau  ©
Nach dem Sieg marschierte das polnisch-litauische Heer vor die Marienburg, wo die Reste des Heeres
des Deutschen Ritterordens Zuflucht gesucht hatten, und begannen mit der Belagerung bis September 
1410. Die Belagerung musste aus Versorgungsgründen und wegen des herannahenden Winters ab-
gebrochen werden. Dennoch bedeutete die Niederlage in der Schlacht bei Tannenberg für den Ordens-
staat und den Deutschritterorden das Ende seiner Blütezeit. Es gelang zwar noch, die Marienburg ge-
gen den Angriff der Polen und Litauer zu verteidigen, aber im Ersten Frieden von Thorn am 1. Februar 
1411 musste der Ordensstaat einige Gebiete an Polen-Litauen abtreten und 100.000 Schock böh-
mische Groschen Entschädigung zahlen, was ihn finanziell ruinierte und letztlich zum Aufstand der 
preußischen Landstände gegen die feudale Zwangsherrschaft der Ordensleute führte.
Der nächste Krieg zwischen dem Deutschen Ritterorden und Polen 1454–1466 endete mit einer 
schweren Niederlage und führte zur Teilung Preußens im Zweiten Frieden von Thorn von 1466. 
Damit kam der westliche Teil des Ordensstaates ("Preußen königlichen Anteils") unter die Ober-
hoheit des polnischen Königs (bis 1772) und der Hochmeister wurde ein Vasall des Königs. Damit
begann der Aufstieg Polens zu einer neuen Großmacht in Europa.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Tannenberg
 
Schlacht bei Tannenberg“ (1878) Nationalmuseum Warschau ©
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