Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach

Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

 
Blick in die Montangeschichte von Gersbach
Im Gersbacher Silbergraben
© WS-2001
u.a. mit den Folgen von  Orkan Lothar im Dezember 1999

 
In Gersbach wurde tatsächlich nach Silber und Erz gegraben. Nur dem Wissenenden erschließen sich diese
letzten Zeugen der montanhistorischen Vergangenheit dieser Region, in welcher der Bergbau ein
wesentliches
 Wirtschafts- und Kulturelement dieser Gegend darstellte.
Lange Zeit wurde der Silberbergbau in Gersbach eher der Welt der Sagen und Legenden zugewiesen. Die neuen
Forschungsergebnisse -
u. a. auch der AG Minifossi - können jedoch das Vorhandensein silber-haltiger Erze und
auch von Silber selbst eindeutig belegen. 
Wertet man zusätzlich auch die Aussagen von Zeitzeugen*) aus, die  z. B. die Stollen der Silberlöcher vor ca. 40
Jahren selbst begangen 
haben, ergibt sich ein schlüssiges Bild: Es gab nachweisbar den  gezielten bergmänni-
schen Versuch, diese silberhaltigen Erze (Galenit 
= Bleiglanz) zu gewinnen. Daneben fand man Baryt, Fluorit,
Chalkopyrit und natürlich Pyrit (*Quelle: Eugen Holdermann, Schopfheim)
Inwieweit die Namensgebung des Silbergrabens auf den 1350 in  Gersbach begüterten Heinrich Silber zurückgeht
oder - nomen est omen - ob die oral history (mündliche Überlieferung) auf die hier 
vielleicht schon frühen Versuche,
das silberhaltige Erz  zu gewinnen, 
verweisen, ist nicht mehr eindeutig zu klären.
 

Fotos © Werner Störk 2001

 
Orkan Lothar  hat im Bereich des Silbergrabens nicht nur bei den Bäumen einen Weg der Verwüstung  hinterlassen:
Er hat dabei auch in grossem Umfang montanhistorische Zeugen in  unmittelbare Mitleidenschaft gezogen, so auch
den gesamten Gruben- und Pingenbereich im Silbergraben.  
 

Fotos © Werner Störk 2001

Im Gersbacher Silbergraben
Legende: Stollenmundloch (rot),
Halde (gelb), Pingen (grün)
 

Fotos © Werner Störk 2001 

Kaum mehr erkennbar: Eingangsbereich zum Stollen
Legende: Verstürztes Mundloch (rot), Eingangsbereich s.u. (gelb),
Stollenzugangsweg (grün), Halde (orange).
 

Fotos © Werner Störk 2001 

Verstürzter Eingangsbereich zum Stollenmundloch
Legende: Stollenquerschnitt (gelb), Mundloch (rot)
 

Fotos © Werner Störk 2001

Blick auf das Grubenareal im Silbergaben
Legende: Mundloch (rot), Haldenbereich (orange)
 

Fotos © Werner Störk 2001

Blick auf die Halde im Silbergaben 
mit freigelegtem (tauben) Haldenmaterial
Legende: Natürliche Hanglinie (grün), Haldenkante (orange), 
durch den neuzeitlichen Wegebau verkürzt (gestrichelt).
 

Fotos © Werner Störk 2001

Von Lothar mal schnell entwurzelt und in die Nord-Pinge gestürzt
Legende: Pingenrand (blau), Pingenwand (orange)
 

Fotos © Werner Störk 2001

Mit Lothar in Sekunden dauerhaft die Süd-Pinge versiegelt ...
Legende: Alter Pingenrand (blau), Innenwand (orange)
 

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