Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach
Naturpark Südlicher Schwarzwald

AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

 
Historisches Schanzwesen
Das Faschinenmesser 
Optimiertes Handwerkzeug & gefürchtete Waffe
Im Einsatz beim Schanzen und im Nahkampf
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Fotos © Sammlung Werner Störk 2006
Foto © Sammlung Werner Störk 2006

US-Faschinenmesser 

Dieses Faschinenmesser wurde 1831 bei der französischen Artillerie eingeführt und wurde auch von anderen 

Staaten in Europa und Übersee - z. B. im amerikanischen Bürgerkrieg - übernommen. Wie das Original 

ist dieses Faschinenmesser 60 cm lang (in der Lederscheide steckend insgesamt 66 cm). 

Das Gesamtgewicht beträgt 1800 g. Auf dem geschuppten Griff ist  beidseitig der Adler 

der US Armee des 19. Jhdt. eingeprägt. Solche Faschinemesser wurden im 

amerikanischen Bürgerkrieg gegen die Südstaaten eingesetzt.

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Foto © Sammlung Werner Störk 2006

 Russisches Pionier-Faschinenmesser 

 

Dieses russische Pionier-Faschinenmesser ist eine der besten Reproduktionen .

Jedes Stück ist bis ins kleinste Detail einem Original entsprechend in Hand-

arbeit gefertigt inklusive der schwierigen Verzahnung der Säge auf dem 

Klingenrücken. Die Scheide ist aus lederüberzogenem Holz mit 

Messingbeschlägen, der Griff aus Glockenbronze- Guss. Das

Faschinenmesser ist (inkl. Scheide) 75 cm lang, 

die Klinge ist 49 cm lang und wiegt ca. 2200 g.

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Sammlung & Foto © Werner Störk 2005
Auch hier zeigt eine der wenigen Darstellungen die Arbeit der Schanzkorbflechter: Das Herbeitragen
von Ästen und Gerten, das Zuschneiden, das Anspitzen der Flechtstücke und das Einflechten der
Gerten - aber auch den Einsatz der Hippen und Faschinenmesser.
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Quelle: Originalkupferstich aus "Eéments de fortification à l'usage des jeunes officiers"

par monsieur  Le Blond, professeur de mathématique de la grande écurie des 
Pages du Roy. Seconde édition.1742"
 
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Sammlung & Foto © Werner Störk 2005
Details aus "Eéments de fortification à l'usage des jeunes officiers"
par monsieur  Le Blond, professeur de mathématique de la grande écurie des 
Pages du Roy. Seconde édition.1742"
 
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Fotos © Werner Störk 2006
 Badisches Faschinenmesser nach preußischem Muster  u/M (1864),
gestempelt: Parierstange mit badischer Wappenpunze,
Truppenstempel  15.A.R.1.2.
 
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Fotos © Werner Störk 2006
 Österreichisches Faschinenmesser M 1915
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Axt
Historischer Text, Quelle:  Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1885 - 1892.
Axt (altdeutsch achus, später akkes, agst, v. lat. ascia), Werkzeug zum Fällen, Spalten, Behauen und Zurichten 
des Holzes, unterscheidet sich vom Beil durch den längern Stiel und durch die geringere Breite der Schneide, 
welche von beiden Seiten gleichförmig zuläuft. Die Hacken- oder Blankschwiede fertigen die A., indem sie eine 
flache Eisenstange an beiden Enden dünner ausschmieden und dann zusammenbiegen, wobei die Biegungs-
stelle zu dem Loch oder Rohr (Haube, Öhr) ausgearbeitet wird, durch welches man den Stiel steckt. Zur Bildung
der Schneide schiebt man eine Stahlplatte zwischen die gabelnden Enden der Stange oder legt sie außen auf 
beiden Seiten um das Eisen und verschweißt in beiden Fällen das Eisen mit dem Stahl. Durch Härten, Anlas-
sen und Blankschleifen wird die A. vollendet. Der Stiel (Helm) muß aus festem, nicht sprödem Holz bestehen; 
in Deutschland wählt man dazu am liebsten Weißbuchen- oder Eschenholz, in Nordamerika werden mehrere 
elastische Holzarten, namentlich das sogen. Hickoryholz von Juglans alba und Celtis occidentalis, dazu verwen-
det,als deren Ersatz man für Europa den Zürgelbaum (Celtis australis) in Vorschlag gebracht hat. Die Wirkung 
der A. ist die eines durch Stoß vorwärts getriebenen Keils, der um so tiefer eindringt, je schlanker er ist, und je 
stärker der Stoß war. Der Zimmermann gebraucht drei Äxte. Die Zimmeraxt (Bundaxt, Bandhacke), 30 cm lang, 
an der geradlinigen Schneide 8-10 cm breit, mit 90 cm langem Stiel, dient zum Behauen der Holzflächen; die 
Queraxt (Zwerchaxt), deren Eisen über beide Seiten des Stiels gleichweit hervorragt, 50 cm lang, an jedem En-
de mit einer Schneide versehen, wovon die eine dünn, zweiseitig zugeschärft, 4cm breit und parallel zum Stiel 
gestellt ist, während die andre, viel dickere einseitig zugeschärft, 2,5 cm breit ist und quer gegen den 90 cm 
langen Stiel steht, dient zum Aushauen von Löchern; die Stoßaxt (Stichaxt), 50 cm lang, 6 cm breit, einseitig 
zugeschärft und zwar noch 11 cm weit längs der Ränder, mit 15cm langer Haube als Griff und ohne Stiel, dient 
zum Ausputzen der Zapfen und Zapfenlöcher. Auch im Forstbetrieb kommen verschiedene Äxte vor, wie die 
Hauaxt, Spaltaxt etc. Besondere Aufmerksamkeit verdient die in Nordamerika von Davies erfundene Holzaxt
(amerikanische A.). Dieselbe zeichnet sich durch ihre arbeitfördernde und kraftersparende Beschaffenheit aus.
Das Eifen ist 30 cm lang und von der Rückseite nach der Schärfe etwas abwärts gebogen; die Seitenflächen 
desselben sowie die Schärfe sind konvex. Der Vorteil besteht hauptsächlich darin, daß die Schärfe der ameri-
kanischen A., indem sie nur einen kleinen Teil des Holzes trifft, die volle Kraft des Hiebes auf diesen Punkt 
konzentriert, mithin wirksamer ist, während zu gleicher Zeit die Konvexität der Seitenwände das Festklemmen
verhindert, daher diese A. sich leichter als eine andre aus der Spalte wieder herausziehen läßt. Dagegen hin-
dert auch dieselbe Konvexität der Seiten das tiefere Eindringen der Schärfe. Die A. ist sehr brauchbar, wo es 
sich bloß um das Fällen und Ausroden des Holzes handelt, ohne daß dabei auf den größern oder kleinern Holz-
verlust Rücksicht genommen wird; überall aber, wo nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit der Holzverlust in 
Anschlag zu bringen ist, verdient die Säge zum Fällen der Stämme den Vorzug. Die A. war einst eine allge-
meine Waffe der germanischen Völker, die sie nicht nur beim Kampf in der Nähe gebrauchten, sondern auch 
mit großer Sicherheit in die Ferne zu schleudern verstanden (Streitaxt und   Francisca > Wurfaxt und National-
waffe der Franken). Axtähnliche Werkzeuge, aus Stein oder Metall gefertigt, wurden bereits in prähistorischer 
Zeit benutzt.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich hier um historische Texte.
Streitaxt
Historischer Text, Quelle:  Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1885 - 1892.
Streitaxt, Hieb- und Wurfwaffe, bei den Römern als securis gebräuchlich, im Mittelalter aus einem beilförmigen 
Eisen auf der einen und einer Art Hammer auf der andern Seite bestehend, zwischen denen oft noch eine ge-
rade, zum Zustoßen geeignete Spitze in der Stielrichtung hervorragte. Die S. war auf einem kurzen Stiel be-
festigt und bis zum 16. Jahrh., bei den Kaukasusvölkern bis in die neueste Zeit, gebräuchlich. 
Bitte beachten Sie: Es handelt sich hier um historische Texte.
Beil
Historischer Text, Quelle:  Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1885 - 1892.
Beil, Werkzeug zum Behauen von Holz, besteht aus einem breiten eisernen Blatt mit Stahlschneide und 
einem Öhr (Haube) für den Helm oder Stiel. Es ist in der Regel nur einseitig zugeschärft, und je nachdem
die Zuschärfung auf der rechten oder linken Seite des Arbeiters sich befindet, wird das Werkzeug rechtes
B. oder linkes B. genannt. Das Breit-, Dünn- oder Zimmerbeil zum Ebnen der mittels der Zimmeraxt be-
schlagenen Flächen ist 32 cm breit mit 60 cm langem Stiel. Das kleinere Handbeil mit 45 cm langem Stiel 
dient zum Behauen kleiner Hölzer, die man in der Hand halten kann, zum Einschlagen von Nägeln etc. 
Das Schreiner- oder Tischlerbeil (auch deutsches Handbeil) ist 15 cm breit mit 37 cm langem Stiel. Die 
Schneide ist geradlinig, bildet aber nach der Stielseite hin einen starken Bogen wie ein Viertelkreis. Außer
vom gewöhnlichen Grobschmied werden Beile wie die   Äxte (s. d.) auch in Eisenwarenfabriken von beson-
dern Arbeitern (Beilschmieden) gefertigt.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich hier um historische Texte.
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