Selbstversorgerhaus
Ev. Freizeithaus Gersbach

Naturpark Südlicher Schwarzwald


 
Große Renovation im Ev. Freizeithaus Gersbach
Den rustikalen Charme ganz schön aufgefrischt
Kooperation mit der Einjährigen Berufsfachschule Holz der Gewerbeschule Schopfheim
 

Foto Werner Störk © 2016

Sie erlebten danach attraktive Waldschulheimtage im 1.015 Meter hoch gelegenen

 Ev. Freizeithaus Gersbach:

das professionelle Montage-Team der Einjährigen Berufsfachschule Holz der Gewerbeschule Schopfheim

mit ihrem pädagogischen Begleitern

 
Das tolle Betten-Projekt
 
Die Einjährige Berufsfachschule Holz ist eine Vollzeitschule und entspricht dem ersten Ausbildungsjahr als Schreiner. Und für die geplanten Arbeiten im Ev. Freizeithaus bildete das Projektengagement der angehenden Schreiner eine optimale Voraussetzung dafür, die schon über 50 Jahre alten Stockbetten durch moderne Etagenbetten auszutauschen.
So entstanden in dem nun abgeschlossenen Projekt die dafür notwendigen komplexen CAD-Zeichnungen sowie die damit verbundene Übertragung in CNC-Programme samt einem originalgetreuen und maßstabsgerechten Modell. Bis hin zu den ersten Musterfräsungen und der abschließenden Endmontage der in warmen Dunkelrot gehaltenen neuen Stockbetten. Und als selbstentwickelte Unikat-Form eine optimale Funktionalität besitzt, die – so sind sich alle Beteiligten einig – sogar patentwürdig ist (die blauen Etagenbetten wurden parallel von der Schopfheimer Schreinerei Grether GmbH angefertigt).
In ihren Projekten legen die Verantwortlichen der Einjährigen Berufsfachschule Holz größten Wert auf eine möglichst starke Praxisnähe, die eben nicht nur die Planung und Herstellung eines Produktes, sondern z. B. auch den Transport, die Montage bis hin zur eigenen qualitativen Schlußkontrolle beinhalten. Insofern war das Bettenprojekt mit dem Ev. Freizeithaus in Gersbach geradezu ideal.
Hier fand auch die feierliche Übergabe ihrer Qualitätsprodukte im Beisein von Ehrenmitglied des Kuratoriums des Ev. Freizeithauses Gersbach, Siegfried Lörracher und Frau Ursula, ebenso wie dem ehemaligen Kuratoriumsmitglied Lore Fuchs sowie der ev. Bezirksjugendreferentin Iris Feldmann und Sabine Weniger (stellv. Ortsvorsteherin von Gersbach) statt. Für ein reiches Buffet mit Gersbacher Spezialitäten sorgte das Hausbetreuungs-Team Anita Blum und Ernst-Frieder Schmidt.
So war es für Pfarrer Andreas Ströble als Kuratoriumsvorsitzender des Ev. Freizeithauses ein besonderer Moment, die 40 Schüler und ihre Lehrer in Gersbach zu begrüßen – verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die ausgezeichnete Arbeit.
Auch Oberstudiendirektor Ralf Dierenbach schloss sich als Schulleiter der Gewerbeschule Schopfheim diesem Dank an alle Beteiligten an und unterstrich, wie wichtig gerade solche Projekte für die Gewerbeschule sind. In einer Powerpoint-Präsentation, die durch Marvin Millmeier und Scott Lang gefertigt wurde, stellte Dieter Rümmele (Technischer Oberlehrer) den anspruchsvollen Werdegang des Bettenbaus mit Multiplexplatten vor. Er verwies auf die umfangreichen logistischen Vorbereitungen, die dafür nötig waren, um das gesamten Projekt so erfolgreich und sogar zeitlich noch früher als geplant abzuschließen. Sein Dank galt einerseits natürlich den Schülern und Kollegen, andererseits  aber speziell auch der Geschäftsführerin des Ev. Freizeithauses, Elisabeth Störk, in deren Händen die logistische Betreuung des Gesamtprojektes auf Seiten des Ev. Freizeithauses lag.
 

Foto Werner Störk © 2016

Symbolisch für die ausgezeichnete Kooperation:
Höselnde Biene im Anflug  auf eine der unzähligen Lupinen des großen Lupinen-Biotops,
das direkt vor dem Ev. Freizeithaus Gersbach liegt
 
Denn neben den neuen Etagen-Betten wurden parallel auch alle Schlafräume, die Böden, spezielle Funktionsbereiche der Küche sowie die Innenausstattung der einzelnen Zimmer komplett erneuert. Die professionelle Koordination dieses Bereichs übernahm Architekt Willi Haas (von Tannenberg Haas Mattes, Architekten - Ingenieur GmbH), der schon länger die Innovationen des Hauses mitbegleitet. Für die wahrlich bienenfleißige Arbeit aller Beteiligten gab es daher einen besonderen Dank: alle erhielten ein Glas mit bestem Bienenhonig aus dem Kleinen Wiesental – überreicht vom Technischen Lehrer Rainer Eiche, der auch passionierten Imker ist.
Materialzusammenstellung

 

Bezeichnung

 

Menge

Multiplex rot 28mm

9 Platten 52m²

Birke Multiplex Matratzenauflage 22 mm

18 Platten 56m²

Umfräste Laufmeter rot (Lfm)

650 lfm

Umfräste lfm Birke

110 lfm

Lüftungslöcher Matrazzenaufl.

810 Stk

Fasen an den Löchern

1620 Stk  254lfm

Kanten fasen, schleifen u. ölen

1520 lfm

Dübel 12x60

468 Stk

Zylinderschrauben und Scheiben

90

Dübel 8x35 Verbinder

Je 160

Torxschrauben 4x40-60

520

Oberflächenöl

10 L

 
Dass der sorgfältige und damit auch nachhaltige Umgang mit dem qualitativ hochwertigen Werkstoff (siehe oben: Materialzusammenstellung) – angefangen vom Planen bis zum Bearbeiten – ebenso ein wichtiger fachpädagogischer Bestandteil dieses Projekts war, bewiesen die Schülervertreter Sandro Schneider und Julian Kaiser bei der Übergabe ihrer Präsente an das Ev. Freizeithaus: selbst aus Plattenresten wurden noch drei perfekte Servierbretter geformt samt gefrästem Namenszug. Der Dank der Schüler richtete sich zunächst vor allem an ihre Lehrer, aber auch an die Schulleitung, die „voll hinter solchen tollen Projekten“ stehe.
Die Schüler konnten anschließend auch gleich die Früchte ihrer Arbeit in einer ganz besonders angenehmen Form ernten: für ihr beispielhaftes Engagement wurden sie für vier Tage und Nächte bei freier Kost und Logis in das auf 1015 Metern Höhe gelegenen Selbstversorgerhaus eingeladen.
 
   
   
 
 
   
     
   
   
 

 
     
 

Fotos Werner Störk © 2016

 

Projekt-Kooperationen mit externen Einrichtungen gehören schon zur Tradition der Einjährigen Berufsfachschule Holz der Gewerbeschule Schopfheim. Immer geprägt von einem starken regionalen Bezug, arbeiteten die Schüler bereits schon im Harz und auf der Schwäbischen Alb. Aktuell besteht nun seit fast einem Jahr eine solche Kooperation mit dem Ev. Freizeithaus Gersbach.
 
Mit diesen externen Projekten folgen die Schüler der Einjährigen Berufsfachschule Holz ganz der Tradition der Waldschulheime. Die dortigen Aufenthalte sollten den angehenden Schreinern eine unmittelbaren Bezug zu ihrem wichtigsten Werkstoff herstellen: zum Holz und damit auch zum Wald als Rohstofflieferant und Wirtschafts-, aber eben auch als schützenswerten Lebensraum.
 
Wie erlebnisreich sich dieses Projekt dann auch in der Realität weiter entwickelte, erlebten die 40 Schüler mit dem unter der Federführung von Dieter Rümmele und dem Lehrer-Team Matthias Asal, Rainer Eiche und Thomas Pöhlchen organisierten attraktiven Begleitprogramm: so besuchten sie nicht nur die Fauststadt Staufen und folgten einer bauhistorische Führung in Konstanz, sondern paddelten auch eine wettermäßig heiße Kanutour auf dem Rhein.
 
Ganz unter dem regionalen Bezug stand dann in der Wochenmitte der „Gersbach-Tag“: mit einer Führung auf der Barockschanze (an der auch Roland Gutschalk, Abteilungsleiter Bau, Holz und Farbe, teilnahm), dem informativen Besuch der Chäschuchi und zum Abendessen dann noch ausgewählte Produkte der Gersbacher Fleischdirektvermarktung sowie eine feine Auswahl jener Käsesorten, deren Entstehung sie am Nachmittag erleben konnte. Dazu gab es – wie jeden Tag – echtes Bauernbrot und zu jedem Frühstück frische Brötchen aus dem Gersbacher Dorfladen: Wertschöpfung im ländlichen Raum – praxisnah und mit viel Genuss erlebt.
 
Und jeden Tag Sonne pur samt einer grandiosen Panoramasicht auf die schweizerischen Zentralalpen – für viele, wie sie selbst sagen - sicherlich unvergesslich. Dies gilt auch für das ungewohnte Zusammenleben und unmittelbare Erleben als Hausgeeinschaft im Ev. Freizeithaus. Wobei auch das gemeinsame Essen samt Tisch- und Küchendienst – neben den Ausflügen - ein wesentliches Element des gegenseitigen Kennenlernens der drei Werkstattgruppen war – wie sich auch beim abschließenden „Feed-back“- Rundgespräch deutlich zeigte.
 
Unter der immer noch männlich dominierten Berufsgruppe sind immerhin aber schon sechs junge Frauen. Eine von ihnen: Giulia K. (20) aus Weil am Rhein, sieht sich als angehende Schreinerin auch beruflich noch nicht am Ende: sie möchte gerne - ausgestattet mit viel Praxiserfahrung - später einmal Innenarchitektin werden. Ihr gefällt es im Ev. Freizeithaus sehr und sie kennt sich  hier oben schon gut aus. Das liegt auch daran, dass sie bereits zweimal privat mit Vereinen hier ihre Freizeit verbrachte. "Die Ruhe hier oben ist etwas ganz Besonderes. Genauso wie der Blick auf die imposante Schweizer Alpenkette", so ihr spontanes Resümé. Wobei sie noch schnell mit einem sehr zufriedenen Lächeln hinzufügt: "Und natürlich unsere neuen Betten!"
 
Denn wie sehr die angehenden Schreiner und Schreinerinnen auch die pädagogischen Ziele der Einjährigen Berufsfachschule Holz im Laufe des vergangenen Jahres angenommen und verinnerlicht haben, belegte eindrucksvoll die traditionelle „Reflektionsrunde“. In ihr äußern sich am Ende eines Schuljahres Schüler wie Lehrer – dieses Mal am nächtlichen Lagerfeuer – rückblickend über ihrer ganz persönlichen Erfahrungen im Unterricht. Als Gast bei dieser Runde war es erstaunlich, wie selbstbewusst, konstruktiv und ganz individuell differenziert dieses Erleben wirklich offen und ehrlich - mit spürbar gegenseitigem Respekt - ausgesprochen wurde.
 
Und wie dabei Schule und Unterricht - in Praxis und Theorie – ganz überwiegend positiv erlebt wurde. Aussagen wie: „die Schule hat mir seit Jahren wieder Spaß gemacht“ oder „die Lehrer machen einen tolle Job“ bzw. „das Klassenklima war echt cool“ und „ich habe mich jeden Tag auf die Werkstatt gefreut“ waren nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Dass diese Einschätzung ganz sicher auch auf Gegenseitigkeit beruht, machte auch das Schlusswort von Thomas Pöhlchen (Klassenlehrer) an die Schüler deutlich: „Wir sind stolz auf Euch!“
 
Infobox
 
Wer Schreiner oder Zimmermann werden oder einfach den Umgang mit Holzbearbeitungswerkzeugen oder Maschinen kennen lernen möchte, für den ist die Einjährige Berufsfachschule Holz der ideale Einstieg in alle Holzberufe. Mit etwa 20 Wochenstunden fachpraktischem, fünf Stunden fachtheoretischem und fünf Stunden allgemeinbildendem Unterricht liegt das Hauptziel auf einer soliden Grundbildung im Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Material. Grundvoraussetzung für den Besuch der Schule ist ein Hauptschulabschluss. Die Einjährige Berufsfachschule Holz bietet außerdem auch Gymnasiasten eine optimale Vorbereitung auf ein Studium im Holz- und Baubereich. Mit dem Besuch der Einjährigen Berufsfachschule Holz ist die Berufsschulpflicht erfüllt. Wer also Interesse hat und weitere Infos möchte, wendet sich an die Gewerbeschule Schopfheim, Bannmattstraße 3, 79650 Schopfheim, Tel. 07622/682-114 oder an: info@gewerbeschule-schopfheim.de
 
 

Foto Werner Störk © 2016

 

Sie freuen sich über eine erfolgreiche Kooperation:

Obere Reihe von links: Rainer Eiche, Thomas Pöhlchen, Willi Haas, Andreas Ströble.

Untere Reihe: Dieter Rümmele, Ralf Dierenbach, Elisabeth Störk, Siegfried Lörracher.

Nicht auf dem Bild: Matthias Asal

 
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Badische Zeitung
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19.05.2016
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07.07.2016
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31.08.2016

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